Besuch am Amphibienzaun

Die Amphibien-Saison hat bei uns in diesem Jahr am 29.01.2024 begonnen. Seither haben viele ehrenamtliche jeden Abend die Zäune an der Stuttgarter und Heilbronner Straße kontrolliert. Die Wanderung ist stark abhängig von den Witterungsbedingunge. So findet man an manchen Tagen kein einziges Tier am Zaun, an besodneren Tagen hat man es aber auch mit mehreren hundert oder gar tausend Tieren zu tun. Es wander nauch nicht immer alle Arten gleichzeitig los.

Die Sammlung am 17.02.2024 war zwar nicht mengenmäßig herausragend, dafür in der Breite der gefundenen Arten. Nahezu alle Arten, die sich während einer Saison am Zaun konnten dabei beobachtet werden:

  • Springfrösche
  • Grasfrösche
  • Erdkröten
  • Teichmolche
  • Bergmolche
  • Einen Laubfrosch
  • Gebänderte Feuersalamander
Auch eine Maus konnten wir entdecken, die offensichtlich nicht mit so viel nächtlichem Besuch gerechnet hatte.
Die Maus staunt nicht schlecht, als wir mit usneren Amphibien-Sammeleimern vorbei kommen.
Die Maus staunt nicht schlecht, als wir mit usneren Amphibien-Sammeleimern vorbei kommen.

Bei den Feuersalamander konnte man schön erkennen, dass jedes Individuum eine individuelle Zeichnung trägt. Hier zwei verschiedene Tiere. Unterschiede schon entdeckt?

Was hier wie ein kleiner Drache aussieht, ist in Wirklichkeit ein nur wenige cm langer Teichmolch.

Ein Teichmolch auf dem Zaun.
Ein Teichmolch auf dem Zaun.

Mondscheinwanderung 2024

Der Freitagnachmittag verhieß erst einmal nichts gutes für unsere Wanderung nach Zaisersweiher. Rechtzeitig zum Start zogen die Regenwolken jedoch weiter und gaben den Blick auf den Himmel frei. Mit Eintreten der Dämmerung kamen auch immer mehr Sterne zum Vorschein. Auf dem Weg über Kloster, Schafhof und Roßweiher ging dann auch bald der bereits wieder abnehmende Vollmond auf und beleuchtete unsere Wanderroute. Die Wanderung war aufgrund zahlreicher anregender Gespräche und dem tollen Wetter sehr kurzweilig und so vergingen die 1,5 Stunden wie im Flug. Mit 23 Personen erreichten wir dann unser Ziel in der Krone in Zaisersweiher, wo wir bei bester Verpflegung die Gespräche weiter vertiefen konnten. So fiel dann auch der Aufbruch zurück nach Maulbronn etwas schwer, aber erneut wurden wir vom schönen Blick auf die Sterne und den Mond entschädigt.

Naturtagebuch 2023 gewinnt 1. Preis

Pflanzen war das Thema des Maulbronner Naturtagebuchs 2023. Passend gestaltet haben wir es daher als große Blumenpresse. Viele spannende Beobachtungen haben wir im vergangenen Jahr gemacht und dabei kam auch der Spaß nicht zu kurz. So schmeckte unsere selbst gemachte Kräuterbutter ganz köstlich und das Ökomobil des Regierungspräsidiums ermöglichte uns mit seiner technischen Ausrüstung ganz besondere Einblicke in den Mikrokosmos.

Für Maulbronn war das Naturtagebuch 2023 die 20. Auflage dieses tollen Projektes, in dem nun schon unzählige Maulbronner Kinder teilgenommen haben. Das Engagement des Ortsverbands wird auch regelmäßig durch die BUNDjugend honoriert. Die jährliche Teilnahme (2021 haben wir wegen Corona ausgesetzt) ist dort bereits so fest eingeplant, dass wir auch schon einen Anruf erhielten, wenn der Abgabetermin näher rückte und unser Werk noch nicht eingegangen war. Und so sind wir auch dieses Jahr wieder nach Stuttgart zur Preisverleihung eingeladen, wo wir uns am 09.03.2024 wieder über eine tolle Preisverleihung und einen 1. Platz freuen dürfen.

Unser Naturtagebuch 2023 bei den Naturschutztagen (Foto: K. Timmerberg)
Unser Naturtagebuch 2023 bei den Naturschutztagen (Foto: K. Timmerberg)

Landschaftspflegeeinsatz Hohenackersee

Wenn es später im Jahr wird, dann rückt auch der Pflegeeinsatz am Hohenackersee näher. Am Samstag 28.10. trafen wir uns daher an gewohnter Stelle, um dem Schilf zu Leibe zu rücken. In diesem Jahr musste auch wieder vermehrt Gehölz am Südufer in seine Schranken verwiesen werden, was nicht mehr nur alleine mit Astscheren zu machen war. Bereits im Sommer wurden die Goldruten in diesem Bereich zurückgedrängt, bevor diese aussamen konnten. Auch eine kleine Eiche hatte sich in den Seggen einen Platz gesichert. Auch diese musste weichen, ließ sich aber noch ausgraben. Insgesamt war die Witterung der letzten Tage relativ gut, um das Schilf möglichst mit Wurzeln/Rhizomen entnehmen zu können. Dennoch ging ohne Spaten fast gar nichts.

Das Ergebnis kann sich aber wieder sehen lassen, was einige Impressionen belegen.

Wir danken allen HelferInnen für die schweißtreibende Unterstützung!

7. Naturtagebuch-Termin 2023

Schere, Klebstoff, Stifte und allerlei anderes Bastelmaterial waren heute unser Werkzeug. Das Wetter war auch der Meinung, dass wir heute lieber drinnen an der Fertigstellung des Naturtagebuchs arbeiten als draußen pitschnass zu werden. Entsprechend wurde an vielen Tischen konzentriert gearbeitet und vorallem auch viele der über das Jahr gepressten Pflanzen als Material mit einbezogen. Wir haben uns vorgenommen, das Naturtagebuch in diesem Jahr als große Blumenpresse zu gestalten, so wurde der Holzdeckel mit dem Brennkolben bearbeitet und auf der Rückseite durften sich alle TeilnehmerInnen verewigen. Es kamen wieder ettliche toll gestaltete Seiten zusammen, die mit den in diesem Jahr angelegten Herbarien ergänzt wurden.

Wir danken allen TeilnehmerInnen und den helfenden Eltern für das tolle Ergebnis und sind gespannt, was Manfred Mistkäfer von unserem 20. Naturtagebuch hält. Wir halten Euch auf dem Laufenden!

Wir gestalten das Naturtagebuch 2023
Wir gestalten das Naturtagebuch 2023

6. Naturtagebuch-Termin 2023

Dieser Samstag sollte der letzte auf der BUND-Wiese sein, denn das Naturtagebuch-Jahr neigt sich langsam dem Ende. Das konnte uns jedoch nicht davon abhalten, die 4 Lebensräume Streuobstwiese, Hecke, Feld und Wald nochmals genau zu inspizieren und dokumentieren.

Da jeder beim letzten Mal noch ein Päckchen Kressesamen mit nach Hause bekommen hatte. unterhielten wir uns darüber, wie schnell diese gewachsen ist und wie das Ergebnis eines Experiments dazu aussah. Danach mussten wir unsere Ohren gewaltig anstrengen, um beim Hör-Memory immer zwei blickdichte Behälter mit demselben Inhalt zu erraten. Das war gar nicht so einfach oder könnt Ihr nur durch Schütteln Bucheckern von Eicheln unterscheiden oder Hainbuchensamen von Tannennadeln?

Dann ging es los zum Endspurt. Wir liesen das Naturtagebuch-Jahr mit ein paar Runden 1,2 oder 3 revue passieren. Manche Fragen waren dabei ganz leicht. andere doch deutlich schwerer, aber am Ende hatte jeder genügend Belohnungen eingesammelt.

Ein Bild aus lauter natürlichen Teilen
Ein Bild aus lauter natürlichen Teilen

Ergebnisse Wildkatzenmonitoring 2023

Der Ortsverband hat auch in diesem Jahr am Monitoring der Wildkatzen in unseren Wäldern teilgenommen. Wie in den vergangenen Aktionen waren wir wieder in den Wäldern südlich von Maulbronn mit den Lockstöcken unterwegs. Da dieses Mal eine genauere Bestimmung der Proben angestrebt wurde, waren die Aufwände höher als in den vorherigen Aktionen. So musten die Pinzetten sterilisiert werden und auch das Abflammen der Lockstöcke musste mit größter Sorgfalt erfolgen. Dies sollte ermöglichen, klar erkennen zu können, ob man eine Wild- oder Hauskatze am Stock hatte oder ob es sich um eine Hybride (also eine Vermischung von Haus- und Wildkatze) handelt.

Tatsächlich war von unseren Lockstöcken nur 1 Stelle wirklich von Katzen besucht. Der Lockstock stand dabei in einem Gebiet, in dem wir auch in der Vergangenheit bereits Wildkatzen nachweisen konnten. Damals haben wir die Stellen selbst ausgesucht, in diesem Jahr wurden uns die Positionen für die Lockstöcke vorgegeben und der besagte Lockstock befand sich zufällig im selben Bereich wie zuvor. Das Ergebnis des Labors lieferte zwar überwiegend den Besuch von Hybriden als Ergebnis, aber wenigstens 1 der Proben konnte einer Wildkatze zugeordnet werden.

Mehr Informationen zur Aktion und ein Video „wie kommen die Katzenhaare an den Lockstock“ finden sich unter Wildkatzen-Monitoring

3. Naturtagebuch-Termin 2023

Wieder einmal haben wir das Glück, dass uns das Ökomobil des Regierungspräsidiums Karlsruhe besucht. Dieses rollende Labor macht uns immer wieder viel Spaß, denn es ist für alle möglichen Untersuchungen bestens ausgestattet. Wir haben in diesem Jahr zwar Pflanzen als Thema, aber da sich an Pflanzen auch immer Insekten, Spinnen und andere Kleinstlebewesen finden, haben wir die Chance genutzt, uns diese kleinen Gesellen mit den Binokularen im Ökomobil genauer anzusehen. Das ist jedoch nicht bei jedem Exemplar so einfach, wenn dieses wild im Probenglas umherflitzt.

Nachdem wir in die Regeln eingewiesen wurden, wie man die Tiere ohne Schaden fängt, zogen alle los und versuchten ihr Glück. Und tatsächlich hatte bald jeder etwas anderes gefunden. Zurück im Ökomobil versuchten wir uns an der Bestimmung der Funde und fertigten auch Steckbriefe dazu an. Der Höhepunkt war – wie immer – die Präsentation der eindrucksvollsten Funde über den Bildschirm mit angeschlossenem Mikroskop.

Nachdem wir die Tiere wieder freigelassen haben, mussten wir uns leider schon wieder vom ÖkomobilTeam verabschieden. Wir sagen ganz lieben Dank an Charlotte und ihr tolles Team!

2. Naturtagebuch-Termin 2023

Wir trafen uns an diesem Tag das erste Mal in diesem Jahr auf der BUND-Wiese. Wir wollen uns mit den verschiedenen Pflanzen beschäftigen und haben an der BUND-Wiese dafür einen tollen Standort. Wir können zum hier natürlich die Streuobstwiese mit Obstbäumen und Wiesenpflanzen beobachten. Aber auch die Lebensräume Hecke, Wald und Feld sind in direkter Nähe. Somit müssen wir nicht weit laufen, um über das Jahr hinweg gleich 4 verschiedene Lebensräume zu beobachten.

Un da unsere Forscherinnen mit scharfen Augen durch die Natur gehen, haben sie auch gleich einen kleinen Bewohner der BUND-Hütte entdeckt.

Da lebt eine Wildbiene in der Dachpappe
Da lebt eine Wildbiene in der Dachpappe