Landschaftspflegeeinsatz Hohenackersee

Wenn es später im Jahr wird, dann rückt auch der Pflegeeinsatz am Hohenackersee näher. Am Samstag 28.10. trafen wir uns daher an gewohnter Stelle, um dem Schilf zu Leibe zu rücken. In diesem Jahr musste auch wieder vermehrt Gehölz am Südufer in seine Schranken verwiesen werden, was nicht mehr nur alleine mit Astscheren zu machen war. Bereits im Sommer wurden die Goldruten in diesem Bereich zurückgedrängt, bevor diese aussamen konnten. Auch eine kleine Eiche hatte sich in den Seggen einen Platz gesichert. Auch diese musste weichen, ließ sich aber noch ausgraben. Insgesamt war die Witterung der letzten Tage relativ gut, um das Schilf möglichst mit Wurzeln/Rhizomen entnehmen zu können. Dennoch ging ohne Spaten fast gar nichts.

Das Ergebnis kann sich aber wieder sehen lassen, was einige Impressionen belegen.

Wir danken allen HelferInnen für die schweißtreibende Unterstützung!

7. Naturtagebuch-Termin 2023

Schere, Klebstoff, Stifte und allerlei anderes Bastelmaterial waren heute unser Werkzeug. Das Wetter war auch der Meinung, dass wir heute lieber drinnen an der Fertigstellung des Naturtagebuchs arbeiten als draußen pitschnass zu werden. Entsprechend wurde an vielen Tischen konzentriert gearbeitet und vorallem auch viele der über das Jahr gepressten Pflanzen als Material mit einbezogen. Wir haben uns vorgenommen, das Naturtagebuch in diesem Jahr als große Blumenpresse zu gestalten, so wurde der Holzdeckel mit dem Brennkolben bearbeitet und auf der Rückseite durften sich alle TeilnehmerInnen verewigen. Es kamen wieder ettliche toll gestaltete Seiten zusammen, die mit den in diesem Jahr angelegten Herbarien ergänzt wurden.

Wir danken allen TeilnehmerInnen und den helfenden Eltern für das tolle Ergebnis und sind gespannt, was Manfred Mistkäfer von unserem 20. Naturtagebuch hält. Wir halten Euch auf dem Laufenden!

Wir gestalten das Naturtagebuch 2023
Wir gestalten das Naturtagebuch 2023

6. Naturtagebuch-Termin 2023

Dieser Samstag sollte der letzte auf der BUND-Wiese sein, denn das Naturtagebuch-Jahr neigt sich langsam dem Ende. Das konnte uns jedoch nicht davon abhalten, die 4 Lebensräume Streuobstwiese, Hecke, Feld und Wald nochmals genau zu inspizieren und dokumentieren.

Da jeder beim letzten Mal noch ein Päckchen Kressesamen mit nach Hause bekommen hatte. unterhielten wir uns darüber, wie schnell diese gewachsen ist und wie das Ergebnis eines Experiments dazu aussah. Danach mussten wir unsere Ohren gewaltig anstrengen, um beim Hör-Memory immer zwei blickdichte Behälter mit demselben Inhalt zu erraten. Das war gar nicht so einfach oder könnt Ihr nur durch Schütteln Bucheckern von Eicheln unterscheiden oder Hainbuchensamen von Tannennadeln?

Dann ging es los zum Endspurt. Wir liesen das Naturtagebuch-Jahr mit ein paar Runden 1,2 oder 3 revue passieren. Manche Fragen waren dabei ganz leicht. andere doch deutlich schwerer, aber am Ende hatte jeder genügend Belohnungen eingesammelt.

Ein Bild aus lauter natürlichen Teilen
Ein Bild aus lauter natürlichen Teilen

Ergebnisse Wildkatzenmonitoring 2023

Der Ortsverband hat auch in diesem Jahr am Monitoring der Wildkatzen in unseren Wäldern teilgenommen. Wie in den vergangenen Aktionen waren wir wieder in den Wäldern südlich von Maulbronn mit den Lockstöcken unterwegs. Da dieses Mal eine genauere Bestimmung der Proben angestrebt wurde, waren die Aufwände höher als in den vorherigen Aktionen. So musten die Pinzetten sterilisiert werden und auch das Abflammen der Lockstöcke musste mit größter Sorgfalt erfolgen. Dies sollte ermöglichen, klar erkennen zu können, ob man eine Wild- oder Hauskatze am Stock hatte oder ob es sich um eine Hybride (also eine Vermischung von Haus- und Wildkatze) handelt.

Tatsächlich war von unseren Lockstöcken nur 1 Stelle wirklich von Katzen besucht. Der Lockstock stand dabei in einem Gebiet, in dem wir auch in der Vergangenheit bereits Wildkatzen nachweisen konnten. Damals haben wir die Stellen selbst ausgesucht, in diesem Jahr wurden uns die Positionen für die Lockstöcke vorgegeben und der besagte Lockstock befand sich zufällig im selben Bereich wie zuvor. Das Ergebnis des Labors lieferte zwar überwiegend den Besuch von Hybriden als Ergebnis, aber wenigstens 1 der Proben konnte einer Wildkatze zugeordnet werden.

Mehr Informationen zur Aktion und ein Video „wie kommen die Katzenhaare an den Lockstock“ finden sich unter Wildkatzen-Monitoring

3. Naturtagebuch-Termin 2023

Wieder einmal haben wir das Glück, dass uns das Ökomobil des Regierungspräsidiums Karlsruhe besucht. Dieses rollende Labor macht uns immer wieder viel Spaß, denn es ist für alle möglichen Untersuchungen bestens ausgestattet. Wir haben in diesem Jahr zwar Pflanzen als Thema, aber da sich an Pflanzen auch immer Insekten, Spinnen und andere Kleinstlebewesen finden, haben wir die Chance genutzt, uns diese kleinen Gesellen mit den Binokularen im Ökomobil genauer anzusehen. Das ist jedoch nicht bei jedem Exemplar so einfach, wenn dieses wild im Probenglas umherflitzt.

Nachdem wir in die Regeln eingewiesen wurden, wie man die Tiere ohne Schaden fängt, zogen alle los und versuchten ihr Glück. Und tatsächlich hatte bald jeder etwas anderes gefunden. Zurück im Ökomobil versuchten wir uns an der Bestimmung der Funde und fertigten auch Steckbriefe dazu an. Der Höhepunkt war – wie immer – die Präsentation der eindrucksvollsten Funde über den Bildschirm mit angeschlossenem Mikroskop.

Nachdem wir die Tiere wieder freigelassen haben, mussten wir uns leider schon wieder vom ÖkomobilTeam verabschieden. Wir sagen ganz lieben Dank an Charlotte und ihr tolles Team!

2. Naturtagebuch-Termin 2023

Wir trafen uns an diesem Tag das erste Mal in diesem Jahr auf der BUND-Wiese. Wir wollen uns mit den verschiedenen Pflanzen beschäftigen und haben an der BUND-Wiese dafür einen tollen Standort. Wir können zum hier natürlich die Streuobstwiese mit Obstbäumen und Wiesenpflanzen beobachten. Aber auch die Lebensräume Hecke, Wald und Feld sind in direkter Nähe. Somit müssen wir nicht weit laufen, um über das Jahr hinweg gleich 4 verschiedene Lebensräume zu beobachten.

Un da unsere Forscherinnen mit scharfen Augen durch die Natur gehen, haben sie auch gleich einen kleinen Bewohner der BUND-Hütte entdeckt.

Da lebt eine Wildbiene in der Dachpappe
Da lebt eine Wildbiene in der Dachpappe

Quartierkästen für Graue Langohren aufgehängt

In der letzten Woche haben wir Brigitte Heinz von der AG Fledermausschutz Baden-Württemberg geholfen Quartierkästen für Graue Langohren auf dem Dachboden des Fruchtkastens und auf dem Eichelboden aufzuhängen. Nachdem zu Beginn der Sanierungsarbeiten im Klosterareal 2010 ein wichtiges Langohr-Quartier verloren gegangen ist, freuen wir uns sehr, das sich mittlerweile wieder eine stabile Population angesiedelt hat, die mit den neuen Quartierkästen weiter gefördert werden soll. Sowohl Staatliche Schlösser und Gärten als auch die Stadt Maulbronn sind sehr hilfreich was den Schutz der Tiere angeht, was uns auch sehr freut. Die Grauen Langohren sind bundesweit vom Aussterben bedroht. Im Stromberg gibt es insgesamt noch ein relativ großes Vorkommen. Allerdings bilden meist nur noch wenige Tiere kleine Wochenstuben, die sehr anfällig auf Veränderungen reagieren. Auch der Aktionraum ist mit ca. 4-5km um die Wochenstuben herum sehr klein, so dass schon kleine Verschlechterungen in diesem Bereich zur Aufgabe von Wochenstuben führen können. Diese typische Dorf-Fledermausart benötigt direkt um ihre Wochenstuben eine insektenreiche Landschaft. Diese Art ist besonders auf artenreiche Streuobstwiesen, naturnahe Bewirtschaftung von Grünanlagen und Gärten, saubere Gewässer und vor allem einen funktionierenden Biotopverbund angewiesen.

20 Jahre Naturtagebuch in Maulbronn – wir starten ins Jahr 2023

Bereits seit vielen Jahren nimmt der BUND Maulbronn mit einer Gruppe Kinder und Jugendlicher am Naturtagebuch-Wettbewerb der BUNDjugend teil. In diesem Jahr möchten wir unser 20. Naturtagebuch erstellen und haben uns dazu das Thema „Pflanzen“ ausgesucht (sieh auch unsere Naturtagebuch-Chronik).

Wir trafen uns daher am Samstag am tiefen See und bastelten gemeinsam Blumenpressen. Es wurde fleißig gebohrt, geschliffen und bemalt (Danke an alle helfenden Eltern). Dank des Daches konnte uns der eine oder andere Regentropfen nichts anhaben. Nach zwei Stunden hatte dann jeder und jeder das wichtigste Werkzeug für dieses Jahr fertig gestellt und wir werden die Pressen in den kommenden Terminen mit den Funden aus der Natur füllen.