8. Müllsammelaktion

WER MACHT DENN SOWAS?
Müllsammelaktion in Maulbronn

Wem ist er noch nicht aufgefallen: Müll am Straßenrand, auf Wanderwegen, um Parkbänke herum und in Büschen? Dort liegt er manchmal tage-, wochen-, monate- und sogar jahrelang.

Für die Intiatiorinnen dieser Aktion Athina Ntefidou und Silvia Brähler vom BUND OV Maulbronn ein Unding: Plastik, Glas und Metall verrottet nicht einfach so und gehört in den Mülleimer! Immer wieder stellt sich das Team die Frage, wer den Müll so gedankenlos in die Landschaft schmeißt. Ist es die Auffassung: „Ach, wegen der einen Kippe…das macht doch nix.“ oder „Reg‘ dich doch wegen dem Pappbecher nicht so auf, ist doch aus Papier, der verrottet schon“ (was übrigens aufgrund seiner Beschichtung nicht geschieht).

Doch „diese eine Kippe“ oder „dieser Pappbecher“ richten mehr Schaden an als man denkt. Denn aus Müll, egal welcher Art, der in die Natur geworfen und dort entsorgt wird, lösen sich gefährliche Stoffe, die sich im Boden, der Luft und im Wasser wiederfinden und somit über kurz oder lang auch in unserem Körper landen und uns krank machen. Jedes Produkt, das nicht organisch, sondern aus synthetischen Stoffen hergestellt ist, wird in der Umwelt zum Problem: Die Inhaltsstoffe und Bestandteile können von Mikroorganismen und durch die Natur nicht verarbeitet werden. Übrig bleiben kleinste Teile, die in den kompletten Kreislauf und damit auch in unsere Nahrung gelangen. Auch können sich Tiere darin verfangen, verletzen oder den Müll als Futter aufnehmen und daran verenden.

Und dann die unterschätzte Gefahr Zigarettenstummel (Kippen): Nur ein Viertel aller Stummel finden den Weg in den Mülleimer. Dabei wird die Gefahr, die von ihnen ausgeht, stark unterschätzt. Das Nervengift Nikotin ist sehr gut wasserlöslich und schon ein einziger Zigarettenstummel verseucht ca. 40 l Grundwasser. Es dauert nur 30 Sekunden und schon ist das gesamte Nikotin aus dem Stummel ausgewaschen und im Erdboden versickert.

Seit Oktober 2021 organisieren die beiden Frauen daher einmal im Monat samstags eine Müllsammelaktion. Ausgestattet mit Handschuhen, Müllgreifern vom Bauhof Maulbronn, BUND-Westen, großen Papiersäcken und einem auffallend schönen Anhänger trifft man sich am frühen Nachmittag und durchstreift etwas zwei Stunden lang ein vorher definiertes Gebiet. Sechs bis sechszehn Helferinnen und Helfer sind regelmäßig dabei und staunen immer wieder über die sonderbaren Fundstücke: 11! Taschen/Tüten gefüllt mit Müll am Klosterberg, einige Dutzend Schreckschuss Patronen, Autobatterien, Fischdosen, Getränkeflaschen (wahlweise mit und ohne „Umdrehungen“), Waschbecken oder auch Kaffeebecher, Autolautsprecher, Plastiktüten mit Tierkadavern, unendlich viele Buttermilchflaschen und hunderte Zigarettenkippen – um nur ein paar Beispiele zu nennen. An manchen Stellen ist klar erkennbar, dass immer die gleichen Leute ihren Müll in die Landschaft werfen: immer wieder die gleichen kleinen Schnapsflaschen am gleichen Straßenrand oder immer ähnliche Tüten voll Restmüll an verschiedensten Plätzen in einem gewissen Umkreis abgestellt.

Silvia Brähler und Athina Ntefidou sind einerseits ernüchtert und entrüstet über die Kopflosigkeit und Ignoranz der Menschen, die immer wieder öffentlichen Lebensraum als private Müllentsorgung nutzen.
Andererseits sind sie sehr zufrieden mit der Aktion: „Ob wir jemanden dazu bringen, sein Verhalten zu ändern ist zweifelhaft, aber nicht ausgeschlossen. Was wir aber definitiv schaffen, ist einen kleinen Bereich unserer Umwelt von Giften zu befreien. Und: wir haben witzige Situationen und tolle Gespräche mit all den Helferinnen und Helfern! Weitere Aktive sind herzlich wíllkommen, wenn wir nach der Sommerpause im September weitermachen.

7. Müllsammelaktion

Der Regen der vergangenen Tage hat zwar einige Bereiche um die Mülldeponie am Hamberg kurzfristig unzugänglich gemacht, dennoch konnten wir unter den wachenden Augen eines (Ton-)Engels wieder allerhand Müll sammeln. Neben besagtem Engel war vermutlich das bereits bemooste Kissen mit der Aufschrift „Alles Gute zum Führerschein“ das „Highlight“ der Sammlung. Offensichtlich wird aber auch der Bereich am Häckselplatz gerne als Vesper-Ecke für die Mittagspause genutzt, wie Fischdosen, Getränkeflaschen (wahlweise mit und ohne „Umdrehungen“) oder auch Kaffeebecher dokumentierten.

Nicht ganz so prickelnd fanden wir eine weg geworfene Spritze (wenigstens mit Deckel)!

Auf unserem Weg entlang der Deponie beobachtete auch einmal eine Gruppe Rehe unsere Aktion aus sicherer Distanz. Wie immer gilt den Helfern unser Dank und wir sehen uns beim nächsten Mal!

6. Müllsammelaktion

Nature is not amused

Das dritte Müllsammeln im Jahr war die erste wärmere Aktion – nicht nur, weil man sich so viel bewegt bzw. gebückt hat. Es gab sogar so viel zu finden im Industriegebiet, dass wir dort zeitnah weitersammeln sollten.

Ein Geheimtipp auch an alle von euch, die gerne Klettern: Durch das häufige Betätigen des Müllgreifers trainiert man ganz einfach die Griffkraft nebenbei!
Ein Gutes Training haben uns heute die Kippenstummel geboten. Wir kamen gar nicht hinterher, ob einzeln mit dem Greifer filigran oder gesammelt von Hand aufgelesen, es war kein Ende in Sicht. Besonders Park- und LKW-Rastplätze waren davon betroffen.

 

So konnten wir ganze Schatztruhen mit Zigarettenstummeln füllen, es gab aber auch andere Dinge zu finden.

Die "Stummelschatzkiste" (auch als Müll gefunden)

Einen Autolautsprecher zum Beispiel! Falls jemand einen braucht, sind sogar Originalteile 😉

Mal sehen, wann wir ein ganzes Auto zusammen haben.

Außerdem: Jede Menge Süßkram-Verpackungen, Eistee und weitere Flüssigkeiten in Glasflaschen.
Eine Verpackung wurde extra seziert und man kann was draus lernen: Wusstet ihr, dass Tetrapacks Verbundstoffe sind? Das heißt sie bestehen nicht aus einem Material, sondern es sind mehrere Schichten aus z. B. Pappe, Alu, Plastik zusammengepresst. Besonders gut zu erkennen, wenn etwas Zeit vergeht.

"Mülltrennung" durch die Kräfte der NAtur

Ironischerweise haben wir auf einigen Verpackungen auch eine Aufschrift gefunden, die diese als umweltfreundlich deklariert, da sie z.B. recyclebar ist. Nur dafür muss sie eben wenigstens im Mülleimer, am besten in der gelben Tonne landen.

"Umwelthelden gesucht" - und offenbar nicht gefunden (oder sind wir damit gemeint?)

Manche Fundstücke sind auch von weit her gereist um unsere schöne Klosterstadt zu besuchen, wie etwa eine Karte vom Ettlinger Tor.

Vielen Dank für den Besuch - und noch mehr Dank, wenn das beim nächsten Mal nicht in der Natur landet ...

Es gab einiges zu finden und noch viel mehr, doch keine Sorge – Nächsten Monat gehen wir wieder raus um unser Städtle ein bisschen sauberer zu machen, alle sind herzlich willkommen mitzumachen!

In diesem Sinne ein großes Dankeschön an unsere fleißigen Sammlerinnen und Sammler – Bis zum nächsten Mal 😊

5. Müllsammelaktion

Unglaublich, aber wahr, was da wieder alles zum Vorschein kam, bei unserer Müllsammelaktion!!! Getroffen haben wir uns am Elfinger Hof, sind dann zu Siebt mit dem schönen bunten Anhänger den Feldweg hoch zur Frankfurter Straße, haben diese überquert und sind in den Rad- und Landwirtschaftsweg Richtung Knittlingen eingebogen. Rechts und links des Weges haben wir die bewaldeten Hänge abgesucht und einiges gefunden:

kaputte Flip-Flops, eine Fischdose (noch verschlossen), eine Flasche Haarspray, eine Flasche Deo, ein Rasierer, Stofffetzen,… das ekligste war die Plastiktüte mit einem Tierkadaver!

Auch im Graben an der Straße und auf dem kleinen Platz vor der Abbiegung nach Knittligen haben wir Müll eingesammelt, wahnsinn, was da alles rumlag! Insgesamt haben wir je eine halbe Papiertüte (für 25 kg Inhalt) voll braunem, grünem und weißem Glasabfall und Metall, je eine volle Papiertüte (für 25 kg Inhalt) mit Plastikmüll, Restmüll und Papier sowie eine Batterie, einen Tierkadaver und einen Besen dort zur Abholung vom Bauhof hinterlassen.

Immer wieder stellen wir uns die Frage, wer schmeißt den Müll so gedankenlos in die Landschaft? Ist es die Auffassung: „Ach, wegen der einen Kippe…das macht doch nix.“ oder „Reg‘ dich doch wegen dem Pappbecher nicht so auf, ist doch aus Papier, der verrottet schon!“ Doch „diese eine Kippe“ oder „dieser Pappbecher“ richten mehr Schaden an als du denkst, denn aus Müll, egal welcher Art, der in die Natur geworfen und dort achtlos entsorgt wird, lösen sich gefährliche Stoffe, die sich im Boden, der Luft und im Wasser wiederfinden und somit über kurz oder lang auch in unserem Körper landen und uns krank machen. Jedes Produkt, das nicht organisch, sondern aus synthetischen Stoffen hergestellt ist, wird in der Umwelt zum Problem: Die Inhaltsstoffe und Bestandteile können von Mikroorganismen und durch die Natur nicht verarbeitet werden.

Übrig bleiben kleinste Teile, die in den kompletten Kreislauf und damit auch in unsere Nahrung gelangen. Auch können sich Tiere darin verfangen, verletzen oder den Müll als Futter aufnehmen und daran verenden.

Und dann die unterschätzte Gefahr Zigarettenstummel (Kippen): Nur ein Viertel aller Stummel finden den Weg in den Mülleimer. Dabei wird die Gefahr, die von ihnen ausgeht, stark unterschätzt. Das Nervengift Nikotin ist sehr gut wasserlöslich und schon ein einziger Zigarettenstummel verseucht ca. 40 l Grundwasser. Es dauert nur 30 Sekunden und schon ist das gesamte Nikotin aus dem Stummel ausgewaschen und im Erdboden versickert.

Wenn wir schon Müll produzieren, dann sollte er wenigstens in den Mülleimern landen, damit sieht unsere Landschaft schöner aus, wir schützen die Tiere und auch uns selbst vor gefährlichen Stoffen!

Das heutige Müllsammlungsteam (nicht im Bild: Die Fotografin ;-))

Zweiter Baumschnitttermin zügig abgeschlossen

Viele Helfer kamen am 12.02. auf die BUND-Wiese, um beim Baumschnitt zu helfen. Nachdem wir uns beim ersten Schnitttermin um das Freischneiden der Fahrgassen zur Verbesserung der Wiesen-Mahd gekümmert haben, war heute hier nur noch wenig zu tun. Stattdessen konnten wir bei einigen Bäumen nun auch den Pflegeschnitt der Kronen angehen. Es war zwar anfangs recht kühl, aber bei wolkenlosem Himmel machte die Sonne das schnell wett und die Arbeiten gingen schnell voran.

Aus diesem Grund kann der letzte Schnitttermin am 19.02. entfallen.

Wir danken alle für ihre tatkräftige Unterstützung!

Amphibienzaun aufgebaut

Am Samstag kamen viele helfenden Hände zusammen, um den Amphibienschutzzaun aufzustellen. Da es an der Heilbronner Str. Richtung Zaisersweiher keine feste Leitanlage gibt, ist dieser Einsatz jedes Jahr erforderlich, damit die wandernden Kröten, Frösche und Molche gesammelt werden können und somit dem Tod auf der Straße entgehen können. Auf einer Strecke von ca. 900m wurden unsere Zäune säuberlich montiert.

Vielen Dank an die vielen kleinen und großen Helfer*Innen

Das östliche Ende des Zaunes steht bereits.
Zwei der drei Teams treffen mit den Zäunen aufeinander.

Erster Austausch Arbeitsgruppe FFH

Der BUND Ortsverband ist bereits seit längerem der Meinung, dass verschiedene Holzeinschläge in den FFH Schutzgebieten nicht in Einklang mit den gesetzlichen Regelungen und Vorgaben der EU stehen. Gespräche mit den Forstbehörden konnten hier bisher kein gemeinsames Verständnis herbeiführen. Aus diesem Grund haben wir Kontakt mit anderen Ortsverbänden im Nordschwarzwald aufgenommen. Auch seitens des Vorstands unseres Regionalverbands konnten wir bei einer gemeinsamen Begehung des Maulbronner Waldes Unterstützung gewinnen. Entsprechend gab es Anfang der Woche eine Videokonferenz, in der wir zusammen mit dem Regionalverband einen Antrag erarbeitet haben, der den BUND Landesverband beauftragt, die Gesetzeslage prüfen und bewerten zu lassen. Darüber hinaus wird im Regionalverband eine Arbeitsgruppe zu dem Thema eingerichtet, um den Informationsfluss aufrecht zu erhalten.

Waldbegehung FFH-Gebiet

Bei der letzten Mitgliederversammlung des BUND Regionalverbands Nordschwarzwald stellte sich nach unseren Ausführungen zu den Holzeinschlägen im FFH-Wald bei Maulbronn und Ötisheim heraus, dass auch andere Ortsverbände mit denselben Problemen zu kämpfen haben. Entsprechend möchten wir gemeinsam den BUND-Landesverband in dieser Angelegenheit mit einbinden. Dafür trafen sich am Sonntag Interessierte und Aktive aus verschiedenen Ecken des Regionalverbands. Anwesend waren unter anderem die Vorsitzende des Regionalverbands Susanne Duffing, Vertreter der Ortsverbände Althengstett und Pforzheim sowie aus Wurmberg und Maulbronn. Die Anwesenden konnten sich in unserem FFH-Wald einen Einblick sowohl in einen Lebensraum des Zustands A (sehr gut) als auch in einen, der vor ca. 10 Jahren ebenfalls diese Einstufung erhalten hatte, durch die Einschlagsmaßnahmen zwischenzeitlich aber nur noch maximal den Zustand C erreicht. Damit ist der Bereich auf Jahrzehnte für die Ursprünglichen Arten nicht mehr oder nur noch eingeschränkt geeignet. Entsprechend der EU-FFH-Richtlinie ist jede Maßnahme in entsprechenden Gebieten vor Beginn dahingehend zu prüfen, ob dadurch eine Verschlechterung des Lebensraums verursacht wird. In einem solchen Fall sind die Maßnahmen unzulässig. Wir werden nun mit unseren Mitstreitern im Rahmen einer Arbeitsgruppe Informationen sammeln und die nächsten Schritte erarbeiten.

Erster Baumschnitttermin erfolgreich durchgeführt

Am Samstag fand der erste Schnitttermin auf der BUND-Wiese in diesem Jahr statt. Da leider auch die alten Hochstamm-Apfelbäume auf unserer Wiese nicht spurlos durch die trockenen Vorjahre kamen, und wir zudem die Wandlung der Wiese zur Magerwiese forcieren wollen, haben wir in diesem Jahr einen besonderen Fokus bei den Schnittmaßnahmen. Um eine Verjüngung des Baumbestandes zu erreichen, haben wir 4 stark geschädigte Bäume komplett gefällt. Hier werden wir neue Hochstämmige Arten nachpflanzen und dabei auch den Klimawandel und in Waldnähe auch den entsprechenden Standort berücksichtigen. Mehrere andere tote Bäume haben wir als Habitate für Insekten und Baumhöhlenbewohner so weit gestutzt, dass die nächsten Stürme keine großen Angriffsflächen mehr haben und diese noch einige Zeit erhalten bleiben. Natürlich sind diese Bäume kein „Augenschmaus“ mehr, aber dennoch stellen sie einen wichtigen Abschnitt im Lebenszyklus des Baumbestandes auf der Wiese dar. Um den Wandel zur Magerwiese unterstützen zu können, ist eine zweite Mahd im Spätjahr erforderlich. Damit die dafür erforderlichen Fahrzeuge in den Gassen zwischen den Bäumen agieren können, wurden und werden Äste hier auf die nötige Durchfahrthöhe angepasst. Diese Maßnahmen führen dazu, dass die höher gelegenen Äste in diesem Jahr nur wenig oder gar nicht gepflegt werden können, um dem jeweiligen Baum nicht zu viel Holz auf einmal zu entnehmen. Wir sind noch nicht durch alle Bäume durch, daher gibt es zwei weitere Termine am 12.02. und 19.02.2020 jeweils ab 09:00 Uhr. Wir freuen uns aber auch, wenn jemand erst später hinzustößt und sich z. B. um das Schnittgut kümmert.