4. Naturtagebuch-Termin 2026

Rechtzeitig zum Samstag am 13.06. wurde das Wetter wieder besser für ein Treffen im Freien. Somit war klar, dass wir wieder von unten (Salzach) aber nicht von oben nass werden könnten. An dieser Stelle fanden wir nur wenige Tierarten und wir fragten uns, warum dies so ist. Eventuell hat das erneute Ablassen des Tiefen Sees einige Tiere weiter abwärts geschwemmt oder vielleicht hatten sich auch viele Larven bereits in ihrem letzten Entwicklungs-Stadium aus dem Wasser verabschiedet. Doch plötzlich war die Aufregung groß, Jemand hatte einen Flusskrebs entdeckt. Dieser hielt sich jedoch noch einige Zeit versteckt. Nach einiger Zeit war er jedoch in eine große Becherlupe umgesiedelt und konnte von allen beobachtet werden. Leider war es keine einheimische Art, sondern es handelte sich um einen Kamberkrebs, eine invasive Art. Entsprechend konnten wir ihn nicht zurücksetzen und übergaben ihn dem Angelsportverein.

In der Salzach finden wir einen invasiven Kamberkrebs
In der Salzach finden wir einen invasiven Kamberkrebs

Ebenso fand sich noch allerlei Müll im Bach, der von unseren ForscherInnen natürlich fleißig gesammelt wurde. Zur Auflockerung zwischendurch mussten unsere ForscherInnen auch noch gemeinsam einen „reißenden Fluss“ überqueren. Hier zeigte sich, dass das die Zusammenarbeit im Team erst erarbeitet werden musste, damit alle das Hindernis trockenen Fußes überqueren konnten.

Die ForscherInnen überqueren einen "reißenden Fluss"
Die ForscherInnen überqueren einen "reißenden Fluss"
Wir warten am Ziel auf unseren Korken für die Ermittlung der Fliessgeschwindigkeit.
Wir warten am Ziel auf unseren Korken für die Ermittlung der Fliessgeschwindigkeit.

3. Naturtagebuch-Termin 2026

Dieses Mal trafen wir uns am Hexenturm und versuchten herauszufinden, wie die Salzach ihren Weg vom Graubrunnenwald bis zu dieser Stelle nimmt. Tatsächlich waren die jungen Forscherinnen und Forscher gut auf Zack und kennen Maulbronn sehr gut. Die Salzach verschwindet nach dem Klostergraben gleich wieder im Boden, aber in der Thalaue konnten wir diese wieder entdecken. Hier konnten wir den Bach auch wieder direkt erreichen und führten unsere üblichen Beobachtungen durch. Neben altbekannten, wie Feuersalamander-Larven, fanden wir wieder völlig neue Tiere im Bach. Neben Wasserskorpionen fand wir Larven von Groß- und Kleinlibellen. Auch ein Egel und Planarien fanden sich zwischen Wasser-Flohkrebsen und Köcherfliegenlarven.

2. Naturtagebuch-Termin 2026

Auf der Jagd in der Salzach
Auf der Jagd in der Salzach

„Die Köcherfliegenlarve hat einen Wohnwagen dabei“ – so lautete eine Bemerkung eines unserer Naturtagebuch-Kinder, als wir gerade eine Köcherfliegenlarve in unserer Becherlupe betrachten konnten. Im Gegensatz zu unserem ersten Termin an der Salzach-Quelle hat das Frühjahr nun schon wesentlich mehr Bewohner an der Salzach im Graubrunnenwald versammelt. Alle Forscherinnen und Forscher waren fleißig in und an der Salzach unterwegs und fanden dabei allerlei Tiere: Spring- und Grasfrösche, Feuersalamander-Larven, ein großer Schnegel und viele Fliegenhaft-Larven waren zu entdecken. Einige Tiere konnten wir auch retten, die im Wasser eigentlich nichts verloren haben, z. B. einen Brachkäfer und das Naturtagebuch-Maskottchen, einen Mistkäfer.

Leider fand sich auch Müll an diesem schönen Fleckchen, welchen wir zusammensammelten und an der Straße für Bauhof zum Abtransport ablegten.

2. Landessieger mit dem Naturtagebuch 2025

Kurz nach dem Start des neuen Naturtagebuchs 2026 erreichte uns die frohe Nachricht von Manfred Mistkäfer und der BUNDJugend. Unser Naturtagebuch aus dem letzten Jahr hat einen 2. Landessieg errungen. Entsprechend erreichte uns eine große Kiste mit allerlei Geschenken für die letztjährigen Forscherinnen und Forscher.

1. Naturtagebuch-Termin 2026

Am letzten Samstag haben sich die Kinder der Naturtagebuchgruppe zum ersten Mal getroffen. Das Jahresthema ist „Wasser“, genauer gesagt, die Salzach. Wir haben uns auf den Weg in den Wald gemacht und die Salzach gesucht. Also, eigentlich ja die Quelle der Salzach, denn da fängt so ein Bach ja schließlich an. Der Weg dahin war gar nicht so einfach. Wir haben die Salzach zwar direkt am Weg gefunden, aber da war die Quelle noch nicht. Also haben wir erst Mal geschaut, in welche Richtung die Salzach fließt und sind dann in die andere Richtung durch den Wald gestapft, immer am Wasser lang, dann kann man die Quelle gar nicht verpassen.

Wenn man das Ufer an der Quelle anschaut, sieht man Moos. Wenn man aber genau hinschaut, sieht man ganz verschiedene Moos-Arten: Sternchen, lange Haare, kurze Haare.

Dann haben wir das Wasser untersucht. Steffen hatte Teststreifen dabei, die einige chemische Elemente im Wasser gesucht haben. Da haben wir dann über Nitrit, Nitrat und so Zeug gesprochen. Alles ok an der Quelle. Am Ende haben wir noch die Fließgeschwindigkeit gemessen. Dazu haben wir eine Strecke abgemessen, am Anfang unser „geeichtes Fließgeschwindigkeit-Messgerät“ ins Wasser gelegt (einen Korken :-)) und gemessen, wie lang er gebraucht hat, bis er am anderen Ende angekommen ist.m

Bestimmt gibt es einige Maulbronner, die keine Ahnung haben, wo die Quelle der Salzach ist. Da haben wir einen heißen Tipp: fragt uns doch mal!

3. Naturtagebuch-Termin 2025

Wir haben wieder „unser“ Waldstück genau angeschaut: was hat sich verändert? Ganz schön grün ist es geworden. Und dunkel! Es war gar nicht so einfach, die Stellen, die uns beim letzten Mal aufgefallen sind, wiederzufinden. Und dann kam Besuch zu uns in den Wald! Samuel Ziegler von ForstBW hat uns noch tiefer mit in den Wald genommen. Also, das machen wir ja eigentlich sonst nicht: vom Weg abgehen. Umso schöner war es, rundherum plötzlich wirklich nur noch Bäume zu haben. Herr Ziegler hat uns erst Mal erklärt, was ein Förster eigentlich macht. Und Bäume, die ein Förster markiert hat, haben wir schon einige gesehen. Und dann hat er uns noch erzählt, was „besondere Strukturen“ an den Bäumen sind. Wenn man so einen Baum ganz genau anschaut, findet man so einiges: Rückeschäden, Höhlen, Astgabeln, Totholz, besondere Wuchsformen und Wucherungen. Dann durften wir in Kleingruppen die Bäume untersuchen. Wir haben viele Bäume mit vielen besonderen Strukturen gefunden. Die schönsten haben wir gemeinsam angeschaut. Danach haben wir noch ein Spiel gemacht: Fledermaus und Motte. Ruckzuck war unsere Zeit schon wieder um und wir haben gemacht, dass wir zurück zum Hexenturm kommen.

Bäume mit Besonderheuiten haben wir mit einem Band markiert und dokumentiert.
Bäume mit Besonderheuiten haben wir mit einem Band markiert und dokumentiert.

2. Naturtagebuch-Termin 2025

Wie die 7 Schwaben mit unserem Ast

Wie die 7 Schwaben sind wir mit „meinem Ast“ in den Wald spaziert. Wie grün der inzwischen geworden ist! In „unserem“ Stück Wald haben wir Verschiedenes entdeckt: Holzbienen haben den toten Baum umschwirrt und am Boden gab’s Regenwurm-Kacka. Außerdem viele kleine Schösslinge von Bäumen und auch Aronstab und Storchschnabel waren schon zu erkennen. Der am Boden liegende Kirschbaum treibt aus! Mal schauen, was daraus noch wird. Wir haben uns mit dem Ökosystem Wald beschäftigt und uns überlegt, was da so alles dazugehört – außer Pflanzen und Tieren. Als Fotograf und Kamera sind wir in Teams durch den Wald gelaufen und haben besondere Stellen „fotografiert“, um sie nachher wiederzufinden. Und dann haben wir im Wald auch noch eine Paradiesvogelblume entdeckt! Naja, eigentlich war es eine Buche, deren Blätter sich gerade erst entfaltet haben. Wer hätte gedacht, dass die so bunt sein können!

Paradiesvogelblume?

1. Naturtagebuch-Termin 2025

Jetzt geht es endlich wieder los! Das Wetter meinte es gut mit uns und so sind wir durch den Wald gestreift und haben festgestellt, dass totes Holz gar nicht so tot ist, sondern noch ganz schön spannend. Klar, dass es da viele Tiere drin gibt, aber so ein umgestürzter Baum eignet sich, wenn er groß genug ist, auch ganz gut, um mit der ganzen Gruppe drauf zu sitzen und sich dann, ohne den Baum zu verlassen, umzusortieren. Ganz schön hell war’s im Wald, da die Bäume noch keine Blätter haben. Und Blüten konnte man bequem noch mit 2 Händen zählen. Mal schauen, wie sich das verändert, bis wir das nächste Mal dort sind.

Fraßgänge im Holz

Abschluss Naturtagebuch 2024

Heftiges Treiben war am Samstag in der Postscheuer zu beobachten. Die Forscherinnen und Forscher aus diesem Jahr haben ihre Beobachtungen dokumentiert. Dabei wurde wieder viel geklebt, gemalt und geschrieben. Dank der vielen spannenden Termine kam wieder einiges zusammen. Wir danken auch den vielen Eltern, die uns bei der Fertigstellung unterstützt haben und hoffen, dass die Aktion noch ein „Nachspiel“ haben wird (nämlich eine Preisverleihung). Drückt uns die Daumen.

Habt Ihr nun auch Interesse an einer Teilnahme im nächsten Jahr? Dann schaut doch auf unserer Webseite vorbei: Naturtagebuch oder meldet euch bei uns per E-Mail: naturtagebuch@bund-maulbronn.de. Natürlich wird auch im Maulbronner Gemeindeblatt rechtzeitig auf den Start in 2025 hingewiesen.

Kinderferienprogramm 2024 – Ökomobil

Wir haben es mal wieder geschafft, dass das Ökomobil des Regierungspräsidiums Karlsruhe zu einem Ferienprogramm zu uns nach Maulbronn kam. Dazu noch 15 interessierte Kinder – das ist eine gute Kombination. Unter der Anleitung der Ökomobil-Expertin Charlotte Backes und des FÖJlers Philipp war bald klar, worum es geht: in der Wiese Tiere finden, die man unterm Mikroskop beobachten kann und herausfinden, was es genau ist. Dazu gab es nicht nur das Wissen von Charlotte sondern auch Bestimmungsschlüssel – man möchte ja vielleicht auch mal ohne das Ökomobil herausfinden, auf was man gerade gestoßen ist. Und schließlich haben wir die Fundstücke gemeinsam auf dem großen Bildschirm im Ökomobil angeschaut und kennengelernt. Klasse, wenn man solche Möglichkeiten hat – und das auch noch draußen in der Natur.