BUND-Ausflug in das Naturparkzentrum Stromberg-Heuchelberg

Am Sonntag, 14.06.2026, gab es einen Ausflug zum Naturparkzentrum Stromberg-Heuchelberg (NPZ). Dort findet in diesem Jahr ein großes Programm rund um die heimischen Fledermäuse statt und in den Räumlichkeiten sowie in unmittelbarer Nähe des NPZ gibt es dazu eine Ausstellung. Klaus Timmerberg gab uns ab 11:00 Uhr eine exklusive Führung durch die Ausstellung. Groß und Klein konnten dabei viel über die Lebensweise der 17 im Stromberg bisher ermittelten Arten erfahren. Die Ausstellung ist neben tollen Exponaten und Mitmach-Stationen auch durch die unzähligen Bilder und gebastelten Objekte von Kindern ein tolles Erlebnis.

4. Naturtagebuch-Termin 2026

Rechtzeitig zum Samstag am 13.06. wurde das Wetter wieder besser für ein Treffen im Freien. Somit war klar, dass wir wieder von unten (Salzach) aber nicht von oben nass werden könnten. An dieser Stelle fanden wir nur wenige Tierarten und wir fragten uns, warum dies so ist. Eventuell hat das erneute Ablassen des Tiefen Sees einige Tiere weiter abwärts geschwemmt oder vielleicht hatten sich auch viele Larven bereits in ihrem letzten Entwicklungs-Stadium aus dem Wasser verabschiedet. Doch plötzlich war die Aufregung groß, Jemand hatte einen Flusskrebs entdeckt. Dieser hielt sich jedoch noch einige Zeit versteckt. Nach einiger Zeit war er jedoch in eine große Becherlupe umgesiedelt und konnte von allen beobachtet werden. Leider war es keine einheimische Art, sondern es handelte sich um einen Kamberkrebs, eine invasive Art. Entsprechend konnten wir ihn nicht zurücksetzen und übergaben ihn dem Angelsportverein.

In der Salzach finden wir einen invasiven Kamberkrebs
In der Salzach finden wir einen invasiven Kamberkrebs

Ebenso fand sich noch allerlei Müll im Bach, der von unseren ForscherInnen natürlich fleißig gesammelt wurde. Zur Auflockerung zwischendurch mussten unsere ForscherInnen auch noch gemeinsam einen „reißenden Fluss“ überqueren. Hier zeigte sich, dass das die Zusammenarbeit im Team erst erarbeitet werden musste, damit alle das Hindernis trockenen Fußes überqueren konnten.

Die ForscherInnen überqueren einen "reißenden Fluss"
Die ForscherInnen überqueren einen "reißenden Fluss"
Wir warten am Ziel auf unseren Korken für die Ermittlung der Fliessgeschwindigkeit.
Wir warten am Ziel auf unseren Korken für die Ermittlung der Fliessgeschwindigkeit.

Erste Ausflugszählung 2026

Am Dienstag den 09.06. fand die erste Ausflugszählung der Mausohr-Weibchen im Kloster statt. 21:15 Uhr war Treffpunkt, so war noch genügend Zeit, einige neue HelferInnen mit Informationen zur Durchführung und zum Quartier zu versorgen, das Equipment zu verteilen und auch eine erste Sichtung der Wochenstube durchzuführen. Es waren bereits Jungtiere in der Wochenstube, was zum einen daran liegt, dass es in diesem Jahr bereits früh warme Perioden gab und die Zählung zudem in der Vergangenheit meist früher erfolgte. Auch wenn es kaum tote Tiere im Quartier zu entdecken gab, sind wir mit der ermittelten Anzahl der Weibchen, ca. 680 Tiere, nicht zufrieden. Sie liegt zwar in etwa auf Vorjahres-Niveau, aber die Kolonie hatte in der Vergangenheit auch schon 800 und mehr Tiere. Wir hoffen auf eine gute Entwicklung der Jungtiere für die zweite Zählung. Aufgrund der starken Truppe und genügend Nachtsichtgeräten war es an diesem Abend auch einmal möglich, die Zählenden in Aktion zu beobachten.

Wärmebildaufnahme der Zählenden.
Wärmebildaufnahme der Zählenden.

Fledermausstand beim Weltkindertag 2026

Der Klosterhof stand am Sonntag 07.06. im Zeichen des Weltkinder- und Weltkulturerbe-Tags. Neben vielen kulinarischen Angeboten war auch der BUND wieder mit seinem Fledermausstand vertreten. Da gleich mehrere der 25 in Deutschland heimischen Arten im Kloster wohnen, sind sie ein wesentlicher Bestandteil der Klosteranlage. Viele große und kleine BesucherInnen konnten wir fast durchgehend mit spannenden Fakten zu diesen geheimnisvollen und faszinierenden Tieren überraschen. Einige jüngere BesucherInnen konnten wir auch von unserem Naturtagebuch erzählen und können diese vielleicht schon im nächsten Jahr als neue ForscherInnen begrüßen.

Unser Fledermausstand beim Weltkindertag 2026
Unser Fledermausstand beim Weltkindertag 2026

Maulbronner Amphibienschutz im Fernsehen

Im Jahr 2025 besuchte uns der SWR für eine Reportage zum Thema Artenschutz. Dirk Neumann interviewte uns bzgl. des Amphibienschutzes in Maulbronn. Dazu trafen wir das SWR-Team am Roßweiher. In Maulbronn war zu diesem Zeitpunkt die Sammlung bereits abgeschlossen. Es war spannend, eine solche Produkten einmel selbst zu erleben.

Zwischenzeitlich sind alle Teile der Reportage online. Die Aufnahmen aus Maulbronn finden sich in folgendem Film ab Minute 2:54: Planet Schule

3. Naturtagebuch-Termin 2026

Dieses Mal trafen wir uns am Hexenturm und versuchten herauszufinden, wie die Salzach ihren Weg vom Graubrunnenwald bis zu dieser Stelle nimmt. Tatsächlich waren die jungen Forscherinnen und Forscher gut auf Zack und kennen Maulbronn sehr gut. Die Salzach verschwindet nach dem Klostergraben gleich wieder im Boden, aber in der Thalaue konnten wir diese wieder entdecken. Hier konnten wir den Bach auch wieder direkt erreichen und führten unsere üblichen Beobachtungen durch. Neben altbekannten, wie Feuersalamander-Larven, fanden wir wieder völlig neue Tiere im Bach. Neben Wasserskorpionen fand wir Larven von Groß- und Kleinlibellen. Auch ein Egel und Planarien fanden sich zwischen Wasser-Flohkrebsen und Köcherfliegenlarven.

Amphibienhelfer-Fest 2026

Am 08. Mai lud der BUND alle engagierten Amphibienhelferinnen und -helfer zu einem gemeinsamen Abendessen ein. Damit will sich der Ortsverband bei allen bedanken, die sich immer wieder für unsere wichtige Amphibienpopulation einsetzen. Peter Wilhelm konnte mit seinen Statistiken unseren Erfolg in Zahlen greifbar machen. Abgerundet wurde der Abend vom Video der Reihe „Planet Schule“, in dem der Ortsverband zum Thema Artenschutz interviewt wurde (siehe Planet Schule).

Als Ehrengast bedankte sich der Ortsverband bei Martin Kobert für sein langähriges Engagement für die Amphibien. Jahrelang war bei ihm auch das Equipment für die Sammelteams gelagert.

Der Vorstand und die geretteten Amphibien danken allen für ihren unermüdlichen Einsatz bei Wind und Wetter.

2. Naturtagebuch-Termin 2026

Auf der Jagd in der Salzach
Auf der Jagd in der Salzach

„Die Köcherfliegenlarve hat einen Wohnwagen dabei“ – so lautete eine Bemerkung eines unserer Naturtagebuch-Kinder, als wir gerade eine Köcherfliegenlarve in unserer Becherlupe betrachten konnten. Im Gegensatz zu unserem ersten Termin an der Salzach-Quelle hat das Frühjahr nun schon wesentlich mehr Bewohner an der Salzach im Graubrunnenwald versammelt. Alle Forscherinnen und Forscher waren fleißig in und an der Salzach unterwegs und fanden dabei allerlei Tiere: Spring- und Grasfrösche, Feuersalamander-Larven, ein großer Schnegel und viele Fliegenhaft-Larven waren zu entdecken. Einige Tiere konnten wir auch retten, die im Wasser eigentlich nichts verloren haben, z. B. einen Brachkäfer und das Naturtagebuch-Maskottchen, einen Mistkäfer.

Leider fand sich auch Müll an diesem schönen Fleckchen, welchen wir zusammensammelten und an der Straße für Bauhof zum Abtransport ablegten.

Bericht zur Mitgliederversammlung 2026

Am Donnerstag, den 16.04.2026 wurde satzungsgemäß die diesjährige Mitgliederversammlung des Ortsverbands abgehalten. Der Vorstand berichtete über die Aktivitäten im Vergangenen Jahr, die wieder geprägt waren durch die etablierten Aktivitäten wie Amphibien- und Fledermausschutz, der Pflege des Streuobstbestands auf der BUND-Wiese oder dem Naturtagebuch. Auch waren wir 2025 das zweite Mal mit unserem Fledermaus-Stand im Kloster vertreten. Das Jahr war natürlich durch unser Jubiläum zum 40jährigen Bestehen dominiert. Die gute Vorbereitung mündete in einer tollen Veranstaltung. Den Abschluss für 2025 bildete der Kassen- und Kassenprüfbericht.

Neben den bekannten Themen ist im Jahr 2026 der Hauptfokus auf dem Forsteinrichtungswerk für den Staatsforst. Hier versuchen wir, bei der Planung beteiligt zu werden, um auch den Artenschutz nicht zu kurz kommen zu lassen. Auch wird das Thema Fledermausmonitoring intensiviert.

Die Anwesenden konnten sich so einen umfassenden Überblick über die Arbeit im vergangenen und dem aktuellen Jahr verschaffen. Die Entlastung des Vorstands erfolgte einstimmig bei Enthaltung des Vorstands.

Der Vorstand bedankt sich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Peter Wilhelm schied auf eigenen Wunsch vorzeitig aus dem Vorstand aus. Da es bei der Sitzung keine(n) AnwärterIn für diese Position gab, stimmten die Anwesenden dafür, für das verbleibende Jahr bis zur nächsten ordentlichen Wahl die in der Satzung definierte verteilte Vorstandschaft anzuwenden. Die Wahl des Vorstand-Teams erfolgte einstimmig.

2. Landessieger mit dem Naturtagebuch 2025

Kurz nach dem Start des neuen Naturtagebuchs 2026 erreichte uns die frohe Nachricht von Manfred Mistkäfer und der BUNDJugend. Unser Naturtagebuch aus dem letzten Jahr hat einen 2. Landessieg errungen. Entsprechend erreichte uns eine große Kiste mit allerlei Geschenken für die letztjährigen Forscherinnen und Forscher.